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Im vielfach in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts unbebauten Münchner Norden, insbesondere auch im Freimanner Raum, wurden im Rahmen der
Kriegsvorbereitungen der nationalsozialistischen Diktatur zahlreiche Kasernenanlagen errichtet. So auch in den Jahren 1936 bis 1938 an der Freimanner Straße (heute Frankfurter Ring) die Luftnachrichtenkaserne der
Luftwaffe. Der nachmalige Angehörige der Widerstandsgruppe “Weiße Rose”, angehender Student der Medizin und am 22. Februar 1943 als entschiedener Gegner des Regimes hingerichtete Christoph Probst erfuhr hier seine
militärische Ausbildung. Der großflächige Kasernenkomplex mitsamt seinen Anlagen blieb während des Zweiten Weltkrieges nahezu unzerstört.
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Unmittelbar nach der Befreiung von der Diktatur des Nationalsozialismus begann die amerikanische Armee damit, die Anlagen für während des Krieges im deutschen
Herrschaftsbereich Zwangsverschleppte - die sogenannten “displaced persons” - zur Verfügung zu stellen, also insbesondere für diejenigen Menschen, die den Krieg und die einhergehende Lagerhaft trotz der vielfach
lebensbedrohenden und zumeist erbärmlichen Haftumstände überlebt hatten (vgl. Positionen [Interner Link]). Das hieraus entstandene “Resettlement Center” war in der zweiten Hälfte der vierziger Jahre das größte in ganz Süddeutschland. Für viele Flüchtlinge und Heimatvertriebene war die ehemalige Luftnachrichtenkaserne bis in die frühen fünfziger Jahre hinein der erste “Anlaufpunkt” in der “zweiten Heimat”.
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Etwa ab Mitte der fünfziger Jahre wurden die Anlagen ausgebaut und erneut der militärischen Nutzung zugeführt. Aufgrund der weitestgehenden Auflösung des
Standortes in den achtziger Jahren verfiel das Gelände samt seiner Anlagen zusehends, zahlreiche Gebäude wurden anderen Zwecken zugeführt und die Landeshauptstadt München erwarb die in Frage kommenden Flächen. Manch
Eigeninitiative nutzte die Gelegenheit, hier neue Räumlichkeiten für ihre Interessen zu verwenden, lediglich ein geringer Teil konnte langfristig gesichert werden.
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Seit dem Frühjahr 2010 werden die verbliebenen Gebäude abgetragen und das Gelände für eine städtebauliche Neugestaltung vorbereitet (vgl. Juni 2011 [Interner Link]). Durch Anklicken der jeweiligen Kleinaufnahmen gelangen Sie zur vergrößerten Ansicht.
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